#Portfolio
Kalle Neukölln
Ausgangssituation
Das KALLE Neukölln ist eines der größten Revitalisierungsprojekte Berlins der vergangenen Jahre. Aus einem ehemaligen Kaufhaus und Parkhaus entstand ein gemischt genutzter Stadtbaustein mit Büroflächen, Retail, Food Market, Eventflächen, Hochschulen, Dachgärten, Gastronomie und modernen Arbeitswelten.
Mit rund 45.000 m² Bruttogrundfläche vereint das Projekt unterschiedlichste Nutzungen und Anforderungen in einem innerstädtischen Bestand. Ziel war es, einen ehemals monofunktionalen Gebäudekomplex in einen lebendigen Ort für Arbeiten, Begegnung, Kultur und Gastronomie zu transformieren.




Komplexe Projektentwicklung unter laufenden Veränderungen erfolgreich zum Ziel geführt!
Berlin
Mixed-Use
ca. 200 Mio. €
BGF ca. 45.000 m²
LPH 3–8
2023–2026
Meine Rolle
Als Leiter der Planungsabteilung auf Bauherrenseite bei MREI verantwortete ich die Koordination und Steuerung der Planung vom Entwurf bis in die Ausführung.
Meine Aufgaben umfassten unter anderem:
- Planungsmanagement und Planungskoordination
- Bauherrenvertretung
- Steuerung externer Architekten und Fachplaner
- Schnittstellenmanagement zwischen Planung, Bauleitung und ausführenden Unternehmen
- Abstimmung mit Behörden
- Betreuung und Koordination der Mieterausbauten
- Unterstützung der Vermarktung durch planungsbezogene Machbarkeitsstudien
- Begleitung der Ausführung und Umsetzung




Während der Projektlaufzeit übernahmen mein Team und ich zusätzlich Planungsleistungen weggefallener Architekten und Fachplaner, um die Handlungsfähigkeit des Projekts sicherzustellen.

Da ist ein bisschen Musik im Spiel.
— Martin Bieder (Bauleitung) / RDI
Herausforderungen
Bei meinem Einstieg verfügte das Projekt lediglich über einen Ankermieter. Gleichzeitig mussten Planung, Genehmigungen, Vermarktung und bauliche Umsetzung parallel vorangetrieben werden.
Das Projekt war von außergewöhnlich hoher Dynamik geprägt.
Zu den größten Herausforderungen gehörten:
- Ausfall von Architekten und Fachplaner, sowie ausführenden Firmen
- fortlaufende Anpassungen an neue Mieteranforderungen
- komplexe Abstimmungen zwischen Bestand und Neubau
- Terminverzug und Kostensteigerungen
- zahlreiche technische und organisatorische Schnittstellen
- laufende Anpassungen von Brandschutz-, Hochbau- und TGA-Konzepten




Besonders anspruchsvoll war die Integration immer neuer Nutzungen in ein bereits laufendes Projekt.
Dazu gehörten unter anderem:
- Food-Hall-Konzept
- zusätzliche Gastronomieflächen
- Veranstaltungs- und Musikflächen
- Dachrestaurants
- Gewächshäuser und Dachterrassen
- ein Rooftop-Pool
- individuelle Mieterausbauten
Jede neue Nutzung hatte direkte Auswirkungen auf Haustechnik, Brandschutz, Fluchtwege, Statik, Ausbauplanung und Genehmigungen.
Mein Beitrag
Mein Schwerpunkt lag darauf, trotz permanenter Veränderungen Planungssicherheit und Entscheidungsfähigkeit zu schaffen.
Dafür koordinierte ich sämtliche Beteiligten über alle Leistungsphasen hinweg und stellte sicher, dass neue Anforderungen schnell bewertet, planerisch integriert und ausführbar umgesetzt werden konnten.
Besonders wichtig war dabei:
- Stabilisierung der Planungsprozesse trotz wechselnder Projektbeteiligter
- Übernahme kritischer Planungsaufgaben bei personellen Ausfällen
- Koordination komplexer Mieteranforderungen
- Sicherstellung der technischen Umsetzbarkeit neuer Nutzungskonzepte
- enge Abstimmung zwischen Vermietung, Planung und Bauausführung
- kontinuierliche Optimierung von Termin-, Kosten- und Qualitätszielen


Ergebnis
Trotz der hohen Komplexität entwickelte sich das Projekt erfolgreich weiter.
Während meiner Tätigkeit konnte der Vermietungsstand von einem einzelnen Ankermieter auf rund 95 % gesteigert werden.
Die Planungsabteilung unterstützte diesen Prozess aktiv durch Machbarkeitsstudien, Flächenanpassungen und die Integration individueller Nutzeranforderungen.
Das Ergebnis ist ein hochkomplexes Mixed-Use-Projekt, das unterschiedlichste Nutzungen unter einem Dach vereint und einen bedeutenden Beitrag zur Entwicklung des Standorts Neukölln leistet.
Lessons Learned
Große Projekte scheitern selten an fehlenden Ideen.
Sie geraten in Schieflage, wenn Veränderungen nicht konsequent gesteuert werden.
Der Erfolg von KALLE Neukölln zeigt, dass komplexe Projekte auch unter schwierigen Rahmenbedingungen erfolgreich weiterentwickelt werden können – wenn Planung, Kommunikation und Entscheidungsprozesse konsequent zusammengeführt werden.














